Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Baden für Papageien – Teil 3 Baden

| Keine Kommentare

In Teil 1 meiner kleinen Artikelreihe habe ich erklärt, warum baden für Papageien wichtig ist, dass es auch mal Schwierigkeiten geben kann und wie man die Erfolgschancen verbessert. In Teil 2 ging es speziell ums duschen. Im dritten und letzten Teil gehe ich nun auf die Badefreunde unter den Papageien ein. Benötigt wird logischerweise ein Behältnis für das Badewasser.

Die Badeschale

Die einfachste Möglichkeit ist eine flache Schale von ausreichender Größe. Bei uns waren schon ein großer Blumenuntersetze (so wie wir sie auch zur Absicherung der Decke benutzen – wir hatten dieses Teil, nur in weiß) und eine große Fotoschale im Einsatz (so wie diese hier). Andere Behältnisse eignen sich natürlich auch. Wichtig finde ich, dass der Rand nicht zu hoch und nicht zu abgeschrägt ist, so dass der Vogel auch mit tropfnassem Gefieder sicher wieder herauskommen kann.

Mit solchen Badeschalen habe ich an verschiedenen Standorten im Papageienzimmer experimentiert. Da kommt es erst einmal darauf an, ob man die Schale dauerhaft oder nur gelegentlich für eine kurze Zeit anbieten will. Bei uns stand die Badeschale schon

  • Im Bauer auf dem Boden
  • Auf dem Fußboden
  • Auf dem Dach des Bauers
  • Auf einem Sideboard

Die letztere Möglichkeit halte ich, wenn sie denn von dem Papageien akzeptiert wird, für die beste. Alle anderen Standorte haben für mich einige Nachteile: Im Bauer ist man von der Größe der Schale her beschränkt. Sie muss ja durch die Öffnung passen. Außerdem kann hier das Wasser recht schnell durch heruntergefallene Futterreste verschmutzen. Auf den Zimmerboden gehen viele Papageien nicht gern. Das Dach des Bauers ist wohl in der Regel nur für gelegentliche Nutzungen geeignet, da die Vögel sonst wenn sie im Bauer sind die Schale über ihren Köpfen haben. Auch das wird von Papageien oft nicht toleriert.

Auch hier gilt wieder der Tipp, bei zurückhaltenden Papageien mit verschiedenen Farben zu experimentieren. Nicht jede Farbe wird von jedem Vogel gleich gut akzeptiert

Badehäuser

Es gibt auch Badehäuser in Papageiengröße. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den kleinen Badehäuschen, die man in die geöffnete Tür des Wellensittichbauers einhängen kann.

Wir besitzen ein solches Teil, das prinzipiell recht durchdacht ist. Das Dach und die drei Außenseiten sind aus Plastik, so dass sich die Spritzerei auf das Bauer konzentrieren dürfte.  Auf dem Einstieg ist eine Holzstange angebracht, so dass der Vogel dort besser Halt findet. Man kann den Vögeln das baden ermöglichen, so lange sie sich im Bauer befinden. Von der Größe her würde ich sagen, dass unser Badehaus für einen Graupapageien gerade so ausreicht. Für größere Papageien ist das wohl eher nichts.

Leider hat bei uns nie ein Papagei darin gebadet. Bei unseren ersten beiden Vögeln habe ich es über Wochen immer wieder angeboten. Ich habe alles versucht, von gut zureden über erkunden lassen in trockenem Zustand bis dahin, dass ich ein Spielzeug oder geeignetes Futter ins Bauer getan habe. Nichts! Außer nassen Schnabelspitzen und einer nassen Kralle hat es nichts gegeben. Aber das liegt ja nicht an dem Badehaus an sich. Inzwischen ist es nicht mehr in Benutzung, da wir nun ein Papageienzimmer haben und die Tür des Bauers Tag und Nacht offen ist.

Das Papageienbad im Spülbecken

Abschließend komme ich noch zu einem Mittelding zwischen baden und duschen. Nicki hat uns bewiesen, dass man wunderbar im Spülbecken unter dem laufenden Wasserhahn baden kann. Wenn Nicki in der Küche ist und baden möchte, zeigt sie uns das durch abgestelltes Gefieder und ständiges hinlaufen zum Spülbecken. Dann machen wir ihr den Wasserhahn auf und los geht es.

Graupapagei nimmt ein Bad im Spülbecken

Nicki bei ihrem Duschbad im Spülbecken – man sieht auch gut wie nass schon alles rundherum ist

Zu unserem Erstaunen badet Nicki am liebsten mit kaltem Wasser und wenn das Wasser auf Strahl gestellt ist.

Der Nachteil an dieser Methode ist eindeutig, dass hinterher die Küche schwimmt. Wenn noch Lebensmittel in der Nähe stehen, sollte man die schleunigst wegräumen. Der Spritzradius vergrößert sich noch dadurch, dass Nicki zwischendurch immer wieder nass wie sie ist auf die Schulter des anwesenden Menschen geflogen kommt. Der ist dann folglich auch irgendwann nass.

Das führt aber auch zum größten Vorteil dieses Küchenbades: Der Papagei wird dabei so richtig schön nass. Badeversuche in einer flachen Schale enden ja oft nur mit nassem Bauchgefieder. Hier ist oben und unten alles nass.

Zum Abschluss noch ein Badebild. Die Bewegungen waren zu schnell für die Kamera. Aber man sieht, wieviel Spaß Nicki hat.

Graupapagei nimmt ein Bad im Spülbecken

Baden mit Klimmzug am Wasserhahn

Share On Facebook
Share On Twitter
Share On Google Plus
Contact us

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.

anzeigen
verbergen