Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Das Papageienzimmer ist kein Kinderzimmer

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Das Papageienzimmer ist kein Kinderzimmer! Diesen Satz werde ich in Zukunft nicht nur sagen, sondern auch durchsetzen. Ich hatte nämlich heute ein Erlebnis der Art wie man es nicht braucht.

Meine beiden ein- und vierjährigen Kinder spielen ganz gern mal im Papageienzimmer. Ich mag das eigentlich nicht, weil ich finde dass Papageien und kleine Kinder nicht zu nah zusammengehören und so richtig sauber ist es dort wo Papageien leben eigentlich auch nie. Aber ich will ja auch nicht zu streng sein. Außerdem freue ich mich, dass die Kinder Interesse an den Papageien zeigen.

Heute haben sich die beiden also mal wieder ins Papageienzimmer verzogen und sogar die Tür von innen zu gemacht. Ich habe einfach die Ruhe genutzt und etwas gelesen. Dabei hätte ich es wissen müssen – für Papageien und kleine Kinder gilt: wenn sie lange ruhig sind, dann stellen sie meist etwas an.

Plötzlich stand also die Große vor mir und sagte ganz kleinlaut „Mama, uns ist da ein Missgeschick passiert.“ Eigentlich war ich ja selbst schuld. Im Papageienzimmer trieb sich seit einiger Zeit eine alte Wasserflasche herum, in die Töchterchen mal mittels Färbetablette blau gefärbtes Badewasser gefüllt hatte. Ich weiß, so was gehört nicht in Lebensmittelbehälter. Aber die Große weiß dass sie das nicht trinken darf und der Kleine bekommt noch keine Flaschendeckel auf.

Einer von beiden muss das aber doch absichtlich oder versehentlich geschafft haben. So hatten sich also zwischen einem halben und einem Liter blaues Wasser ins Papageienzimmer ergossen. Den größten Teil hatte wohl gleich die Kleindung der Kinder wieder aufgesaugt; beide waren jedenfalls nass bis auf die Haut. Aber der Rest!

Nein, der Rest Wasser schwamm nicht einfach auf dem Boden. Das wäre zu einfach gewesen – hätte man ja einfach aufwischen können. Wir haben den Laminatboden im Papageienzimmer mit einfachem Fußbodenbelag geschützt. Schadhafte Stellen hatten wir zwischenzeitlich schon mal ausgebessert, so dass just an der Stelle des Unglücks drei Stücken Fußbodenbelag überlappend aneinander stießen. Natürlich war das Wasser durch diesen Spalt darunter geflossen und dort dann unter das alte Sofa, das als Sitzgelegenheit im Papageienzimmer steht.

Ich durfte also in dieser Reihenfolge:

  • Kinder komplett umziehen
  • Fußboden trocken wischen
  • Belag hochklappen und so gut es geht darunter wischen
  • Belag unter dem Sofa hervorzotteln und Sofa vorziehen
  • Rest Wasser aufwischen

Die beiden nassen Stücke Fußbodenbelag habe ich erst mal zum Trocknen über die Wohnzimmerstühle gehängt. Weil ich einmal dabei war habe ich gleich mal wieder in der Ecke hinter dem Sofa gesaugt. Das ganze wieder hinzuräumen habe ich allerdings nicht alleine geschafft. Dazu musste ich warten bis mein Mann vom Sport zurückkam.

Eigentlich hatte ich andere Pläne für den Sonnabendnachmittag. Was haben wir gelernt? Frei nach Wilhelm Busch

Und die Moral von der Geschicht‘ – Kinder gehören in das Papageienzimmer nicht!

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