Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Desaster bei den kleinen Wellis

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Außer den Graupapageien leben bei uns noch zwei Wellensittiche: Roger und Berti, zwei Herren im gesetzten Alter. Die beiden leben haben in einem anderen Zimmer als die Grauen auch ganztägig Freiflug. Sowas ist bei den Kleinen manchmal auch nicht ganz ungefährlich. Vor Jahren habe ich mal eine halbe Schrankwand ausgeräumt und abgerückt, weil da so ein kleines Kerlchen dahintergerutscht war. Seitdem sind bei uns alle Spalten zwischen Schrank und Wand mit alten Zeitschriften o.ä. abgedeckt.

Trotzdem kann immer noch etwas passieren, womit man nie gerechnet hätte. So heute: Die Wellensittiche sind in ihrem Alter nicht mehr all zu unternehmungslustig. Aber sie sitzen gern mal auf der Zimmertür. Da sie brav sind und die Tür nicht annagen, lassen wir ihnen dieses Vergnügen. Ich war heute zu Hause und ließ daher die Zimmertür wieder halb offen. Das Dachfenster stand – gesichert durch ein Fliegengitter – auch etwas auf. Es war heute wieder ziemlich warm, also waren auch sonst noch einige Fenster und die Terassentür auf. Eine freie Flugbahn zum entwichen hatten sie nicht. Darauf achte ich. Aber für einen ordentlichen Durchzug muss es gereicht haben. Ich habe sogar gehört, wie eine Tür zugefallen ist.

Wir haben da nochmal richtig Glück im Unglück gehabt. Niemandem ist ernsthaft etwas passiert. Aber der arme Roger hat seine zwei langen Schwanzfedern eingebüßt. Die muss ihm die Tür eingeklemmt haben und beim wegfliegen muss er sie sich ausgerissen haben. Armer Kerl, das tat bestimmt weh! Als ich zu ihnen ins Zimmer kam, fand ich jedenfalls die Schwanzfedern, beide in einem richtigen Türprofil geknickt.

Merke:

    • Man kann nie vorsichtig genug sein.
    • Bei Papageien muss man stets darauf gefasst sein, dass irgendetwas passiert, an das man nie im Leben auch nur gedacht hätte.

Wir haben da auch schon so einiges miterlebt, neben dem o.g. Wellensittich hinter dem Schrank hatten wir auch schon einen Welli, der sich mit der Kralle in der Gardine verheddert hat und einen Graupapageien, der selbiges an einem Spielseil geschafft hat. Das Gefährlichste ist mal unserem damals schon flugunfähigen Arnie passiert. Abstürze gab es bei im öfters mal und i.d.R. verliefen die auch glimpflich. Einmal ist er aber so unglücklich gefallen, dass er sich ein Stück Schnabelspitze abgebrochen hat. Das Stück war groß genug, dass der durchblutete Teil des Schnabels verletzt wurde und so tropfte der arme Kerl langsam aber sicher aus der Schnabelspitze. Dass er das überlebt hat, verdankt er nur einer Kombination glücklicher Umstände: Ich war zufällig zu Hause. Ich bin zufällig zum richtigen Zeitpunkt ins Papageienzimmer gekommen. Das ganze passierte zu einer Tageszeit, an der unser Tierarzt Sprechstunde hatte. Es war kein Stau auf dem Weg zum Tierarzt. Bis wir dort waren, war seit dem Unfall schon eine gute Stunde vergangen und Arnie hatte schon wahnsinnig viel Blut verloren.

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