Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Die Vor- und Nachteile des Sommerhalbjahres

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Der Sommer hat nun in Deutschland Einzug gehalten und dies geht auch an unseren Papageien nicht unbemerkt vorbei. Allerdings gibt es da Vor- und Nachteile.

Beginnen wir mal mit den Vorteilen:

  • Für Papageien als“Lichtwesen“ sind lange helle Tage natürlich viel schöner, als kurze Wintertage, an denen es manchmal gar nicht richtig hell werden will. Die Vögel sind aktiver und nicht schon fast am einschlafen, wenn wir abends von der Arbeit kommen.
  • Schön ist auch, dass ich jetzt ganztägig das Dachfenster offen lassen kann (natürlich mit Gitter davor). So bekommen die Vögel ausreichend Frischluft. Dass dafür die Luftfeuchtigkeit im Papageienzimmer absinkt, weil ich den Luftbefeuchter nicht betreiben kann, nehme ich dafür in Kauf. Gut, betreiben könnte ich ihn natürlich. Aber das käme dem aussichtslosen Versuch gleich, das ganze Rhein-Main-Gebiet zu befeuchten.
  • Sommerhalbjahr ist auch die Auswahl an Obst und Gemüse größer und vor allem auch frischer. Unsere beiden Grauen haben jedenfalls inzwischen ihre alljährliche Frühjahrs-Obst-Gemüse-Mäkelphase hinter sich gelassen und machen sich wieder begeistert über ihre Frischkost her. Ich habe extra für Eddie schon die ersten Süßkirschen gekauft. Er hat sich auch wahnsinnig gefreut und gleich drauf gestürzt. Zielsicher hat er sich wieder die Kerne herausgeholt um sie dann ewig lange genüsslich abzulutschen und schließlich aufzuknacken. Das komische Fruchtfleisch drumherum war doch wohl nur die Verpackung und nicht zum fressen gedacht, oder?!

Kommen wir zu den Nachteilen:

  • Die ganzen schönen Vorteile mit mehr Licht und mehr Lebensfreude gelten natürlich nur, so lange es nicht zu heiß wird. Unser Dachzimmer heizt sich leider sehr schnell auf und die Grauen hatten heute schon 30 Grad. Da muss ich dann die Helligkeit aussperren, um durch die Rollos wenigstens die größte Hitzeeinwirkung zu verhindern. Trotzdem sitzen die beiden nur noch träge, beinahe mit den sprichwörtlichen hängenden Zungen, herum und vermeiden jede unnötige Bewegung.
  • Wenn mann dann morgens und abends alle Fenster aufreißt, um wenigstens etwas kühle Luft in die Wohnung zu lassen, muss man höllisch aufpassen, dass nicht doch mal ein Papagei in ein Zimmer mit direkter Freiflugbahn gerät. OK, das ist eigentlich kein Nachteil. Man muss nur noch aufmerksamer sein als ohnehin schon.
  • Auch die lange Helligkeit ist nicht uneingeschränkt toll. Jeden Abend zur Fütterungszeit wünsche ich mir eine halbe Stunde Dunkelheit herbei. Den Grauen sagt ihr innerer Lichtsensor natürlich, dass noch Tag ist und somit ganz sicher noch keine Zeit, um zum Abendessen ins Bauer zu gehen. Folglich funktioniert unser schönes Abendritual nicht mehr richtig und die Vögel nicht mehr täglich in ihr Bauer. Was immer da in den kleinen Köpfen vor sich geht, wenn der Standardablauf einmal gestört ist, gehen sie trotz Hunger und Durst einfach nicht ins Bauer.  Dafür sitzen sie dann ziemlich unglücklich auf ihren Ästen und übernachten mal wieder draußen. Dadurch kann ich zum lüften weiterhin nur das vergitterte Fenster nutzen und nicht auch das zweite Dachfenster. Auch an einen kontrollierten Durchzug (bei dem die Vögel natürlich nicht im Zug sitzen) ist nicht zu denken.
  • Ja und dann finden die beiden Grauen noch etwas nicht toll, womit wir Menschen eher nicht so große Probleme haben. Natürlich nutzen wir bei schönem Wetter für möglichst viele Mahlzeiten unsere Terasse. Das heißt aber, dass für die Vögel das gemeinsame Sonnabend-Frühstück und die gemeinsame Kaffee-Runde am Sonntag entfällt. Das ist schon wirklich gemein!

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