Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Eddie frühstückt mit uns

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Heute hat Eddie wieder einen kleinen Schritt für die Menschheit, aber einen großen Schritt für Eddie getan: Samstags dürfen Nicki und Eddie oft mit uns frühstücken. Für die Vögel steht ein Tellerchen mit geschälten Bio-Sonnenblumenkernen da und sie dürfen sich kontrolliert kleine Mengen vom Brötchen und vom Ei (natürlich ohne Salz) klauen. Das heißt, bislang tut das eigentlich nur Nicki. Naturbrut Eddie nimmt jetzt etwa seit einem knappen halben Jahr an unseren Frühstücksrunden teil, wobei er die ersten Monate lang das Ganze nur aus sicherer Entfernung vom Geländer der Galerie oder seinem heißgeliebten Deckenventilator aus beobachtete. Immerhin konnte er so sehen, was Nicki alles tut und was wohl auch aus Sicht eines vorsichtigen Graupapageien dauerhaft ungefährlich sein muss.

Seit etwa zwei bis drei Monaten traut er sich, zu uns herunterzukommen und uns von einer Stuhllehne aus zuzusehen. Vor gut einem Monat begann er zu versuchen, von dort aus auf den Tisch zu gelangen. Man sollte annehmen, dass das für einen Vogel kein Problem ist, aber für Eddie ist jedes neue Flugmanöver eine Herausforderung. (Wir vermuten dass er bei seinem Züchter nicht genug Platz hatte, um ein geschickter Flieger zu werden) So veranstaltet er immer eine ziemlich umständliche Kletteraktion. Über die Zeit wurde er mutiger und blieb jedes Mal etwas länger auf dem Tisch. Natürlich sah er auch Nicki an dem Tellerchen mit den SB-Kernen. Doch diese Art von Futterbereitstellung passte wohl auch nicht in seinen Erfahrungsschatz. Bisher hat er regelmäßig den Teller angehoben (wobei natürlich alle Kerne auf dem Tisch landeten), etwas dran rumgegrackelt, ihn umgedreht wieder fallengelassen und dann höchst interessiert untersucht, ob da wohl etwas interessantes drunter ist! Die SB-Kerne wurden dabei völlig ignoriert.Heute nun der große Fortschritt: Eddie hat wieder zielstrebig alle Sonnenblumenkerne auf den Tisch geschüttet. Doch dann ist er Nickis Beispiel gefolgt und hat davon gefressen! Sogar ziemlich lange. Schön, dass er wieder ein Stückchen mehr Vertrauen zu uns und zu sich selbst gefasst hat.

Dieses Verhalten beobachten wir immer wieder an Eddie und wir sind uns ziemlich sicher, dass das durch die Aufzuchtmethode zu erklären ist. Er überlegt sich alles Neue und Unbekannte ewig – bis hin zu Monaten. Dann bemerkt man allmählich, dass er interessiert ist. Er tastet sich regelrecht in ganz vielen Anläufen Schritt für Schritt an die neue Umgebung, die er erobern will, heran. Zum Schluss geht es dann etwas schneller und wenn er es geschafft hat und das Ergebnis für gut befindet, merkt man ihm richtig an, dass er total stolz ist. Wir sind dann immer mit stolz auf unseren kleinen Helden.

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