Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Es gibt wieder leckeres Obst

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– zumindest aus Sicht unserer Papageien. Ich schwelge ja lieber den Sommer über in Pfirsichen und Aprikosen. Doch unsere Papageien sind schon seit langem Obstgourmets der besonderen Art. Mit einem schnöden Apfel oder sonstigen gängigen Obstsorten braucht man ihnen nicht zu kommen. Doch jetzt geht für die beiden die Saison los, in der es ihr Lieblingsobst gibt. Den Anfang machten Granatäpfel, die endlich wieder zu einigermaßen erschwinglichen Preisen zu haben waren. Bei aller Liebe zum Vogel habe ich da nämlich durchaus eine Schmerzgrenze. Ich will ja Obst kaufen und keine Anteile an der Handelskette erwerben! Granatäpfel – besonders die mit dem dunkelroten Fruchtfleisch – können zwar eine ziemliche Sauerei machen und die Flecken gehen kaum wieder weg, aber sie sind mega-beliebt bei uns. Ich spieße ja immer ein ganzes Stück auf den Obstspieß, so dass zumindest die Pulerei mit den einzelnen Kernchen entfällt. Wenn der Papagei viel Granatapfel futtert übrigens nicht wundern – die Hinterlassenschaften weisen dann auch eine entsprechende dunkelviolette Farbe auf.\r\n\r\nDann kamen die frischen Feigen dazu. Die werden auch gern genommen. Leider sind die recht empfindlich und halten sich nicht besonders lange. Ein weiterer Nachteil ist, dass Papagei das weiche Fruchtfleisch beim fressen prima durch die Gegend schleuden kann. Wo es landet trocknet es dann vor sich hin und klebt richtig fest.

Letzte Woche dann das vorläufige Highlight: Ich habe die ersten Cranberries bekommen. Die hatte ich im letzten Winter mal ausprobiert und damit einen Volltreffer gelandet. Mangels Obstschale (bei uns gibt es Obst und Gemüse ja nur am Spieß von der Bauerdecke hängend) gebe ich eine Handvoll gewaschene und gut abgetrocknete Cranberries mit in den Körnernapf. Später finde ich dann viele halbierte Früchte überall herumliegen. Ich nehme aber an, dass die Cranberries nicht nur zerspielt sondern zumindest teilweise auch gefressen werden. Und wenn, dann haben sie wenigstens mal ein anderes Spielzeug gehabt. Außerdem kleben die Cranberry-Reste nicht fest

Nun warten wir noch auf die Litchis. Die sind auch jedes Jahr der Renner. Allerdings sind die in der Vorbereitung aufwändiger, weil die Schale nicht mitgegeben werden kann (neigt zur Schimmelbildung). Außerdem stört der im Verhältnis zum Fruchtfleisch recht große Kern beim aufspießen. Also schälen, halbieren, Kern rauspulen. Wenn man Pech hat, hat man dann nur noch einen undefinierbaren klebrigen Klumpen in der Hand, den man sich am besten gleich selbst in den Mund steckt. Ich suche mir deshalb immer die größten Früchte raus.\r\n\r\nDa haben sich unsere gefiederten Gourmets also nicht gerade das preiswerteste Obst ausgesucht. Ich schlage dann immer zu wenn mal eine Sorte im Angebot ist. Dann machen wir es hier wie auch in der freien Wildbahn – es wird immer das in Massen gefuttert, was gerade Saison hat (hier: preiswert verfügbar ist). Im Extremfall wird dann in solchen Phasen kaum etwas Anderes angerühert. Ich denke mal, übers Jahr gesehen haben die beiden trotzdem einen recht ausgewogenen und vielfältigen Speiseplan.

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  1. Pingback: Nachtrag zum Obst | Papageienblog

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