Papageienblog

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Flugpension Opelblick – auch in diesem Jahr wieder beliebt

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Unsere Wohnung ist ja nicht nur bei unserem heimischen Papageienschwarm sehr beliebt, auch die große Dachterasse in luftiger Höhe erfreut sich allgemeiner Beliebtheit bei diverse fliegenden Nachbarn, so dass wir das Haus schon zur „Flugpension Opelblick“ erklärt haben. Die Lage ist für die gefiederten Gäste mit vielen Vorteilen verbunden:

  • durch die Höhe absolut katzensicher
  • vogelfreundliche menschliche Herbergseltern
  • Sport- und Klettermöglichkeiten auf der Antenne (leider direkt neben unserm Küchen-Dachfenster, auf welchem dann immer die Hinterlassenschaften der Pensionsgäste landen)
  • bei Interesse auch mit Halbpension
  • die Sitzgelegenheitn in Westlage bieten den besagten Opelblick
  • die Sitzgelegenheiten in Ostlage sind auch nicht ohne – bei klarem Wetter sieht man die Frankfurter Skyline

 

Hier stelle ich mal ein paar Gäste näher vor, einschließlich dem ganz aktuellen Gast:Über unsere Rotschwänzchen hatte ich ja schon mehrfach berichtet . Nachdem im letzten Jahr das Nest heruntergefallen war, gab es in diesem Jahr erstmal keine neuen Nistversuche. Allerdings ist ein einzelnes Rotschwänzchen ganz begeistert von unserer Terasse. Ich habe keine Ahnung, ob es einer der Altvögel vom letzten Jahr ist, oder eventuell ein Jungvogel aus dem erfolgreichen Aufzucht im vorletzten Jahr. In jedem Fall scheint er keine elterlichen Pflichten zu haben – so oft wie er bei uns zu Gast ist.

Der Kleine besuchte uns ab Mai bevorzugt in den frühen Morgenstunden. Und damit meine ich wirklich früh. Sein Rekord lag wohl bei etwa 4:00 in der Nacht. Dann ließ er sich auf der äußersten Ecke der Terassenbrüstung wieder und schmetterte bis zum Hellwerden aus voller Kehle sein Lied in die Welt. Unser Schlafzimmer hat auch eine Tür zur Terasse, die bei den warmen Temperaturen natürlich geöffnet ist. Damit benötigten wir in diesem Frühsommer keinen Wecker mehr. Man soll nicht glauben, wie laut so ein kleiner Vogel sein kann! Allmählich gewöhnten wir uns an den Schreihals. Man wurde wach, drehte sich einmal rum und schlief weiter. Trotzdem sind wir nicht darüber böse, dass er jetzt nur noch tagsüber kommt. Er sitzt immer noch gern auf der Ecke der Terassenbrüstung, hat aber inzwischen bereits die gesamte Terasse zu seinem Revier erklärt. Besonders gern klettert er in die Blumenkästen. Vielleicht findet er dort ja etwas fressbares.Das ist unser kleiner Dauergast:

Dann gibt es da noch die Brieftauben. Brieftauben sind ziemlich eindeutig von ihren wilden Verwandten zu unterscheiden, da sie beringt sind und meist auch ein schönes gepflegtes Gefieder gaben.

Wir scheinen in einer Brieftauben-Flugroute zu liegen, falls es sowas gibt. Jedenfalls haben wir fast jeden Sommer Kurzzeitgäste, die bei uns ein paar Tage Erholungspause einlegen. Meist sieht das so aus, dass die Tauben tagsüber wenig da sind. Abends kommen sie dann aber und übernachten auf der Vorderkante des Terassendachs. Eine Taube hat mal bestimmt zwei Wochen lang bei uns übernachtet. Ich hatte sie daher Trude genannt. So nett ich Trudes Aufenthalt bei uns fand, von Trude war das vermutlich nicht besonders clever. Ich hatte damals etwas über verirrte Brieftauben gegoogelt und gelesen dass solche Exemplare, die sich erst mit ziemlicher Verspätung im heimischen Schlag einfinden, von dort aus meist in den heimischen Kochtopf weitergeleitet werden.

Bislang waren unser Gast-Tauben an jeglichen Fütterungsversuchen von uns komplett uninteressiert – bis heute: Ich saß hier gerade mit meinem Notebook am Wohnzimmertisch, da sah ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung auf der Terasse. Tatsächlich spzierte eine Brieftaube seelenruhig auf der Terasse herum, pickte etwas zwischen den Platten und kam schließlich zu meinem großen Erstaunen bis an die Terassentür, um zu mir ins Wohnzimmer hineinzuschauen. Die früheren Tauben saßen meist nur auf der Brüstung oder eben auf dem Dach. Die hier war wohl besonders anhänglich. Ich bin natürlich sofort zur Tat geschritten und habe zwei flache Schalen mit Wasser und etwas Papageienfutter geholt. Da manche Papageien auch mit Taubenfutter leben müssen (ist mir echt mal begegnet!), kann Papageienfutter für Tauben auch nicht ganz verkehrt sein. Ich habe die beiden Schalen draußen in etwa 2 Meter Abstand vor die Taube auf den Boden gestellt, ohne dass diese sich mehr als drei Schritte von der Stelle bewegt. Es dauerte dann keine Minute und die Taube begann zu trinken. Sie muss ziemlich durstig gewesen sein, denn inzwischen musste ich schon Wasser nachfüllen:

Nachdem der größte Durst gelöscht war, wurde auch das Körnerfutter getestet und für genießbar befunden:

Nun sitzt sie direkt vor den beiden  Schalen, hat entspannt das Gefieder aufgeplustert und döst. Das Ganze spielt sich ca. einen Meter vor der Terassentür ab und ich sitze unmittelbar dahinter

Dann kam auch noch das Rotschwänzchen vorbei. Der Kleine war gar nicht begeistert von dem neuen Pensionsgast. Er blieb auf der Brüstung sitzen und schimpfte lauthals. Das Gezwitscher klang jedenfalls eindeutig anders und aufgeregter als seine sonstigen Lautäußerungen. Die dösende Brieftaube ließ sich jedoch nicht beeindrucken und so zog das Rotschwänzchen nach kurzer Zeit wieder ab.

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