Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Luftbefeuchter dringend benötigt

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Gestern Abend beim Blick auf das Hygrometer durchzuckte es mich: draußen wird es kalt, die Heizungsperiode beginnt und in den Räumen sinkt die Luftfeuchtigkeit massiv ab. Wir müssen dringend den Luftbefeuchter für das Papageienzimmer hervorholen und wieder in Gang setzen. Ach nein, unserer hatte ja im letzten Winter den Geist aufgegeben – wir müssen erstmal einen neuen beschaffen.

Papageien kommen ja ursprünglich aus Regionen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit und benötigen daher eigentlich auch bei uns konstant so mindestens 60 %. Das ist wichtig, damit die Atemwege immer gut befeuchtet sind und nicht so anfällig für den Befall mit Aspergillose-Erregern sind. Gerade wenn die Vögel schon Aspergillose haben, so wie unsere, ist eine ausreichende Luftfeuchtigkeit auch wichtig, um wenigstens den Fortschritt der Erkrankung auszubremsen.

Meine Erfahrung zeigt, dass es zumindest in unserer Wohnung im Winterhalbjahr nicht möglich ist, diese 60 % mit „Hausmitteln“ wie dem aufstellen von Wasserschüsseln auch nur annähernd zu erreichen. In diesem Beitrag schreibe ich mehr zur richtigen Luftfeuchtigkeit und wie man sie erreichen kann.Bei uns ist daher schon seit Jahren ein Luftbefeuchter im Einsatz. Leider ist die Lebensdauer dieser Geräte im Dauereinsatz in einem Zimmer voller Papageienstaub und dann auch noch bei hartem Wasser auch nicht unbegrenzt. Die beiden Geräte die wir bisher hatten, haben jeweils so 4 bis 5 Jahre gehalten. Das ist ja immerhin schon was. Außerdem ließe sich die Lebensdauer definitiv noch verlängern, wenn wir die Geräte etwas besser pflegen – sprich öfter entkalken würden.

Wir hatten bisher immer Verdampfer und werden auch dabei bleiben. Diese Geräte verkochen das Wasser praktisch. Da sind wir uns wenigsten sicher, keine Bakterienschleuder zu haben. Die Bakterien werden ja praktisch mit abgekocht. Mit den Papageien gab es dabei bisher keine Probleme. Man muss das Gerät ja nicht direkt unter den Lieblingssitzplatz stellen und selbst 1 1/2 Meter über dem Verdampfer hat sich der Dampf schon so weit verteilt, dass eine Verbrennungsgefahr nach unserer Erfahrung nicht mehr besteht. Wir hatten auch noch nie Überschwemmungen von ausgelaufenem Wasser, undichten Tanks o.ä.  In diesem Winter werden wir allerdings zusätzlich die Herausforderung haben, das Gerät auch gegen ein neugieriges Krabbelkind abzusichern.

Eigentlich könnte es ganz einfach sein – ich bestelle den gleichen Luftbefeuchter wie beim letzten Mal und weiß was ich bekomme. Das Gerät hatte den Vorteil, zwei große Wassertanks zu haben und konnte so auch mal längere Zeit arbeiten ohne dass man ständig nachfüllen muss. Ich bin jetzt natürlich nicht verwundert, dass es dieses Modell inzwischen nicht mehr gibt.  Nach einiger Recherche habe ich mich aber entschieden, zumindest bei der gleichen Marke zu bleiben. Dieses Gerät ist inzwischen bestellt. Bis es da ist wird viel gelüftet und die regennasse Novemberluft hereingelassen.

Nachtrag

Der neue Luftbefeuchter war bei uns im Einsatz, so lange wir noch Papageien hatten und ist danach als Spende an das örtliche Tierheim weitergereicht worden. Er war genauso zuverlässig wie sein Vorgänger.

Um die Luftfeuchtigkeit im Papageienzimmer möglichst genau steuern zu können, haben wir übrigens noch ein Hygrostat zwischengeschaltet. Der Luftbefeuchter kennt die Zustände Aus / Wenig Dampf / Viel Dampf. Das war uns etwas zu ungenau, da wir das Gerät auch tagsüber laufen lassen, wenn niemand im Haus ist. Das Hygrostat wird zwischen Luftbefeuchter und Steckdose geschaltet. Dort kann man einprogrammieren, bei welcher maximalen Luftfeuchtigkeit sich das Gerät ausschalten soll. Dann unterbricht das Hygrostat einfach die Stromzufuhr. Wird dieser Wert wieder unterschritten, wird die Stromzufuhr wieder hergestellt und der Luftbefeuchter arbeitet wieder.

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Ein Kommentar

  1. Der Artikel ist zwar schon etwas älter. Ich finde die Tipps aber sehr gut. Ein Verdampfer scheint für Papageien wohl die beste Wahl zu sein, wenn die Luftfeuchtigkeit passen soll.

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