Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Nach dem Urlaub

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Wir haben uns eine Woche Urlaub vom Alltag und von den Papageien gegönnt. So sehr ich sie mag – es ist auch mal schön wenn man eine Woche lang keine Obstspieße basteln und vollgesch… Zeitungen wegräumen muss.
Nun sind wir aber wieder zurück und die Wiedersehensfreude war groß. Ein Papagei kann ja überhaupt nicht verstehen, warum einzelne Schwarmmitglieder plötzlich für mehrere Tage verschwunden sind und dann wieder da sind. Wir waren gestern spät nachts zurückgekommen und haben natürlich noch kurz ins Papageienzimmer geschaut. Wenn wir nicht da sind, gehen sie ja abends zum schlafen nicht ins Bauer. Eddie hat kaum reagiert. Nicki hat aber ganz leise gepfiffen, und hat uns gleich im Halbschlaf das Köpfchen entgegengestreckt, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen.

Heute Vormittag war dann die Freude groß, dass wir tatsächlich wieder richtig da waren. Nicki und Eddie durften mit raus und uns beim auspacken der Taschen helfen. Eddie war ja wie üblich mit sich selbst zufrieden. Ihm reicht es völlig, wenn er den gesamten Schwarm in Sicht- und Hörweite hat. Er tummelte sich auf seinen Lieblingsplätzen und pfiff fröhlich vor sich hin. Nicki war dafür umso anhänglicher. Sie hing eigentlich ständig bei einem von uns auf der Schulter und wollte sich kaum trennen. Dazwischen hat sie in der Küche gleich mal ein Bad genommen. Sie muss diese gemeinsame Zeit wirklich sehr genossen haben, denn um die Mittagszeit hörten wir sie dann aus ihrem Zimmer sehr andauernd vor sich hin brabbeln. Das ist immer ein Anzeichen für einen zufriedenen Papageien. Meist wird dann der größte Teil des Sprachrepertoires mehr oder minder häufig heruntergespult. Vorwiegend hörten wir allerdings solche Freundlichkeiten wie „Na ihr beiden Süßen“. Dazwischen  gab es immer mal leise Pfiffe. Sie muss da ihre ganzen Emotionen von Trauer über unsere Abwesenheit bis hin zur Wiedersehensfreude verarbeitet haben.

Auch nachmittags war Nicki noch sehr anhänglich. Wir hatten die beiden wie üblich nach dem Kaffee zu uns ins Wohnzimmer geholt. Normalerweise fängt Nicki dann früher oder später an, die Überreste des Kaffeetischs auseinanderzunehmen. Heute lief sie eigentlich nur zwischen meinem Mann und mir hin und her um sich Streicheleinheiten einzufordern. Wir hoffen nun, dass damit der Trennungsschmerz überwunden ist. Leider mussten wir bei den Rupfern schon öfters die Erfahrung machen, dass am ersten Tag nach der Rückkehr die große Wiedersehensfreude herrscht. Am zweiten Tag ist Vogel sich dann aber sicher, dass die Menschen tatsächlich dauerhaft wieder da sind und er kann zur Gnatzphase übergehen. Dann wird das Missfallen über die lange Abwesenheit demonstriert, indem man sich Federn ausreißt. Das wäre bei Nicki nicht so toll, denn am Rumpf hat sie mittlerweile kaum noch Deckfedern. Zum Glück steht der größte Teil des Flaumes noch, so dass sie momentan „Angorapulli“ trägt. Ich rede ja gar nicht über die ästhetischen Aspekte, aber der Rest Gefieder ist schon für die Regulierung der Körpertemperatur sehr wichtig. Hoffen wir das Beste.

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