Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Nicki ist angekommen

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Heute ist Nicki auf Heimaturlaub zu uns gekommen. Mein Mann hat sie von der Tierärztin abgeholt. Um den aufgebissenen Flügel ist ein Verband, der da auch mehrere Tage dran bleiben kann.

Als er zu Hause ankam, war es bereits Zeit fürs Abendessen. Eddie saß auf dem Deckenventilator im Wohnzimmer und Nickis Transportbox wurde erst mal abgestellt. Ein wenig Sorge hatte ich schon, wie Nicki reagieren würde. Ich habe noch recht gut in Erinnerung wie wir einmal aus dem Urlaub zurückgekommen sind und unser damaliger Papagei hatte nichts Besseres zu tun als mich erst freudig zu begrüßen und dann kräftig zu beißen – was so viel hieß wie „Du treulose Tomate, wie kannst Du mich so lange verlassen“.

Ich öffnete also die Tür der Transportbox und Nicki ging erst mal zwei Schritte rückwärts. Nein, da wollte ich meine Hand nicht hineinstecken. Falls sie nicht herausgeholt werden wollte, hätte sie da keine Fluchtmöglichkeit gehabt und hätte sich nur noch mit einem Biss retten können. Also stellte ich die Box mit geöffneter Tür auf den Fußboden und wir setzten uns alle zum Essen an den Tisch. Es dauerte keine zwei Minuten, und Nicki kam herausgekrabbelt. Im Freien kam sie auch bereitwillig auf meine Hand.

Nicki bekam einen Platz auf der Lehne eines Stuhls am Esstisch. Da war sie schön nah bei uns und hatte trotzdem ein sicheres Plätzchen. Sie war schon erkennbar erstaunt, wie sich ihr Leben so plötzlich wieder geändert hatte. Unwohl hat sie sich aber nicht gefühlt. Zur Begrüßung gab es ein paar Mandeln zu knabbern. Paprika von unserem Tisch wollte sie aber nicht. Das hätte mich auch erstaunt.

Die Kinder waren auch ganz begeistert. Die Große hat inzwischen verstanden, dass Papageien keine lauten und hektischen Bewegungen mögen, und sie hält sich sogar weitgehend daran. Der Kleine freute sich wohl, dass ich mit Nicki beschäftigt war und ihn in Ruhe mit Löffel und Essen experimentieren ließ. Was für eine Sauerei. Das kann ein Papagei nicht schöner.

Nach dem Essen brachte ich Nicki ins Papageienzimmer. Fliegen kann sie ja mit dem verbundenen Flügel nicht. Ich hatte das Zimmer am letzten Wochenende noch mit allem Papageienspielzeug ausgestattet, das ich irgendwo in den Schränken gefunden hatte. Meine Hoffnung war, dass Nicki nach so langer Abwesenheit gar nicht merkt, dass da Neues dazugekommen war. Da hatte ich aber unsere Papageiendame unterschätzt. Sie hat das ganz genau gesehen und entsprechend irritiert reagiert. 

Immerhin ließ sie sich dann doch auf das Bauer setzen und kletterte an die von dem Spielzeug entfernteste Ecke. Kurz darauf kam dann auch noch Eddie angeflogen, landete, und war auch völlig erstaunt, dass plötzlich Nicki so dicht vor ihm saß. Die beiden sind ein paar Minuten lang stocksteif und mit angelegtem Gefieder sitzengeblieben und haben sich angestarrt. Die mussten wohl erstmal sortieren, wie ihnen da gerade geschah. Als wir wenig später nochmal nachgesehen haben, saßen beide schon im Bauer vor den Futternäpfen.

Soweit sind wir mit Nickis erstem Abend zu Hause sehr zufrieden. Mal sehen, wie die nächsten Tage werden.

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