Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Nicki läßt den Flügel nicht in Ruhe

| Keine Kommentare

Der Titel sagt ja schon alles. Heute haben wir wieder mit der Tierärztin telefoniert und es gab schlechte Nachrichten. Nicki schafft es inzwischen, trotz Halskrause an ihren kaputten Flügel zu kommen – und an den anderen Flügel auch. Die Wunde war recht gut abgeheilt, nur noch so groß wie ein 20 Cent-Stück. Doch inzwischen werden die Wundränder wieder größer. Ach Mensch!

Die Tierärztin klang auch einigermaßen verzweifelt und ist nun fast am Ende mit ihrem Latein. Sie gibt sich die größte Mühe, Nicki zu beschäftigen, damit sie anders zu tun hat als an ihren Flügeln rumzupulen. Das verhindert wahrscheinlich Schlimmeres, bringt uns aber auch nicht wirklich vorwärts. Wir haben dann gemeinsam philosophiert, was für Möglichkeiten noch bleiben. So richtig überzeugend waren die aber alle nicht. Also ich zähle mal auf:

  • Die Tierärztin versucht, irgendwas an die Halskrause dranzubasteln. Dadurch soll die erstens größer werden, so dass Nicki nicht mehr an die Flügel kommt. Zweitens könne Nicki dann an dem drangebastelten herumknabbern.
  • Es gibt noch größere Halskrausen, die für Aras. Die mag die Ärztin aber nicht nehmen, weil die so groß sind, dass ein Graupapagei damit nicht mal mehr laufen kann.
  •  Halskrause plus Flügel verbinden wäre die ganz sichere Methode, aber das wäre dann auch zu viel für den Vogel.

Nun kommen wir zu den sehr experimentellen Optionen

  • Es gibt ein nur für Hunde und Katzen zugelassenes Mittel, das die Blutgerinnung verbessert. Falls die Flügelknabberei von Durchblutungsstörungen und dem damit einhergehenden Taubheitsgefühl herrühert, könnte das eine Lösung sein. Allerdings wird das unter Tierärzten bisher nur theoretisch diskutiert. Praktische Erfahrungen hat keiner und erst recht hat keiner eine Ahnung, was die richtige Dosierung wäre.
  • Antidepressiva, weil es sich vermutlich um eine Verhaltensstörung handelt. Hat die Tierärztin schon zwei mal ohne Erfolg versucht. Der eine Vogel saß dann nur noch völlig weggetreten herum und der andere ist ohne Vorwarnung gestorben.

Die Tierärztin will jetzt erstmal weiter beobachten, nachdenken und sich mit Kollegen beratschlagen. Ich weiß gar nicht wie ich der Frau danken soll. Die setzt sich so für den Vogel ein. Das kann man ja mit Geld gar nicht bezahlen. Uns bleibt vorläufig nur zu hoffen …

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.

anzeigen
verbergen