Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Obst und Gemüse

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Allmählich ist Verbesserung an der Obst- und Gemüsefront in Sicht. Damit folgen die beiden wiedermal erstaunlich ihrem jahreszeitlichen Rhythmus. Immer am Jahresanfang sind sie sehr mäkelig und zum Frühjahr hin wird es besser.

Dass die einst so geliebten und dann völlig verschmähten Kiwis bereits wieder Interesse am Frühstückstisch gefunden haben, hatte ich ja schon berichtet. Ich habe danach noch einige Male erfolglos Kiwis im Bauer angeboten und es schließlich wieder aufgegeben. Eines Abends musste aber mein Mann die Geier versorgen und hat einfach auf die Spieße getan, was er so in der Küche vorgefunden hat – einschließlich Kiwis. Zu meinem großen Erstaunen wurde diese Kiwi komplett gefressen. Ich bin in der Folgezeit durch ausprobieren darauf gekommen, dass die beiden abends eher geneigt sind, verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu fressen, als tagsüber. Das hatte ich nun genau umgekehrt erwartet. Mein bescheidener Erklärungsversuch ist, dass die Grauen ja abends hinter der verschlossenen Tür im Bauer sitzen. So haben sie wohl reichlich Zeit, sich mit allem was sie an Essbarem finden zu beschäftigen. Am Tage könnte die Futteraufnahme eher in Eile stattfinden:

  1. besteht ja immer die Gefahr, dass sich plötzlich die Bauertür hinter einem schließt und deshalb sollte man sich nicht zu lange im Bauer aufhalten (das ist zwar bei uns noch nie vorgekommen und die beiden wissen auch ganz genau ob wir zu hause sind oder nicht, aber Papagei kann ja nie vorsichtig genug sein)
  2. dürfte immer einer der beiden vor dem anderen fertig sein mit fressen und das Bauer verlassen. Als echtes Schwarmtier muss der zweite dann natürlich sofort hinter her.

 

All das könnte dafür sprechen, dass tagsüber eher in Eile gefuttert wird und dadurch vorrangig bekannte und bewährte Sachen gewählt werden. Für den Rest hat man dann schlicht keine Muße mehr.

Jedenfalls konnte ich die beiden, immer schön beginnend am Abend, wieder an ein breiteres Frischkostangebot heranführen. Das meiste ist zwar immer nur für ein paar Tage beliebt und dann kann ich wieder ein paar Tage pausieren, aber das macht ja nichts. Somit wude unser Speisezettel momentan z.B. erweitert um Zuccini (hätte ich nun gar nicht erwartet), Fenchel, Brokkoli, Möhren (zumindest gut als Spielzeug geeignet) und halbierte Cherrytomaten. Auffällig ist, dass momentan eine breitere Palette an Gemüse als an Obst angesagt ist. Weintrauben kaufe ich weiterhin mehr für mich als für die Grauen. Vom Obstspieß werden die nur in Ausnahmefällen mal genommen. Dafür ist eine Weintraube mega-beliebt, wenn es sie abends auf dem Küchentisch gibt. Auch die sonst so beliebte Feige wird derzeit kaum eines Blickes gewürdigt. Da hat es mein Mann nun gut mit unseren verwöhnten Tieren gemeint und hat ein paar mal hintereinander diese abartig teuren Früchte gekauft – sie sind alle nach einem halben Tag abhängen im Papageienbauer im Mülleimer gelandet. Ich habe mich in einem letzten verzweifelten Versuch sogar ganz ernsthaft vor meine Vögel hingestellt und ihnen ausführlich erkläft, wie schweineteuer Feigen zur Zeit sind. Auch das hat nichts genützt. Also habe ich stattdessen meinen Mann davon überzeugt, keine Feigen mehr zu kaufen.

Vermutlich können die Vögel doch irgendwie unterscheiden, ob Obst gerade Saison hat oder nicht. Feigen und Weintrauben haben ja eindeutig keine Saison. Ich habe in den letzten Wochen auch ein paar mal einige Süßkirschen gekauft. Im Sommer würden sie sich ja beinahe ausschließlich davon ernähren. Jetzt hielt sich die Begeisterung im Vergleich in Grenzen. Einzig Eddie hat sich gefreut. Er holt sich nämlich gern die Kerne aus den Krischen und kaut dann mit Begeisterung darauf herum. Das muss für ihn so etwas ähnliches sein, wie für uns ein Kaugummi.

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