Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Schimpfwörter

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Dass Papageien dazu neigen, sich gerade „schlechte Wörter“ besonders schnell anzueignen ist ja allgemein bekannt und wird auch gern zum Gegenstand von allerlei Witzen gemacht. Wir waren daher von Anfang an darauf bedacht, in Gegenwart unserer Papageien möglichst keine Wörter zu verwenden, die uns peinlich wären, wenn der Vogel sie im Beisein von Besuchern zum Besten gibt.

Nun ja, ganz ist uns das nicht gelungen. Aber zumindest sind wir wohl auf einen minderschweren Fall beschränkt. Insofern stimmt auch die Überschrift nicht ganz; Nicki hat nur ein einizges Schimpfwort drauf. Bei zwei Papageien, die ihre zum Teil recht großen Hinterlassenschaften auch mal dort fallen lassen, wo der Mensch sie nun wirklich nicht haben möchte, fällt wohl schonmal ein bestimmtes Wort. Uns war das gar nicht so bewusst, aber irgendwann sah Nicki mich fest an und sagte laut und deutlich „Schwein!“

Nicki verwendet ihr einziges Schimpfwort recht selten und wir nehmen es mit Humor. Heute hat sie mich damit tatsächlich richtig zum lachen gebracht. Ich möchte hier wirklich nicht von bewusster Wortwahl im Sinne der menschlichen Sprache reden, aber der Zusammenhang hat perfekt gepasst:

Ich hatte die Papageien zum Freiflug im Wohnzimmer und das Baby lag auf der Spieldecke. Nicki saß auf einer Stuhllehne am Esstisch und beobachtete, was wir beiden da unten so trieben. Dann entfuhr dem Baby ein verspätetes Bäuerchen in einer derartigen Lautstärke, dass man getrost von einem Rülpser sprechen konnte. Nickis Kommentar folgte auf der Stelle: „Schwein!“

Etwas später ist Nicki dann übrigens zu uns auf den Fußboden geflogen. Sie ist ja sonst kein Bodenbewohner, aber zu meiner Schwangerschaftsgymnastik ist sie auch schon immer zu mir auf den Boden gekommen und hat meine seltsamen Bewegungen wohl als Aufforderung zum spielen interpretiert. So kam sie also zu uns nach unten und beäugte zunächst sehr interessiert, aber vorsichtshalber noch mit gaaanz langem Hals das Babytrapez. Schön bunt und aus Holz war das eigentlich ganz nach ihrem Geschmack, wirkte aber wohl vorerst noch etwas gefährlich. Also wendete sie sich lieber etwas zu, was sie schon kennt – meinen Füßen.

Ich finde es ja einerseit sehr schön, dass Nicki so aufgeschlossen mit unserer neuen Bewohnerin und dem neuen Inventar umgeht. Andererseits war mir das auch wieder ein deutliches Signal, dass ich auf gar keinen Fall Baby und Papageien unbeaufsichtigt zusammen lassen darf.

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