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Urlaubsbetreuung für Papageien – Welche Möglichkeiten gibt es?

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Wo bleiben die Papageien wenn die Besitzer Urlaub machen? Das ist eine Frage, die man sich eigentlich bereits vor der Anschaffung von Papageien oder sonstigen Haustieren beantworten sollte. Spätestens aber wenn die erste Reise geplant ist, muss man eine Antwort auf die Frage nach der besten Urlaubsbetreuung finden.

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelreihe stelle ich die verschiedenen Möglichkeiten vor. In Teil zwei werde ich berichten welche Lösungen wir gefunden haben und wie es uns damit erging. Um es kurz auf den Punkt zu bringen – es gibt drei grundverschiedene Lösungsansätze:

  1. nicht mehr verreisen
  2. mitnehmen
  3. eine Urlaubsbetreuung finden  

Drei Lösungsansätze zur Urlaubsbetreuung von Papageien

Möglichkeit 1 – Nicht mehr verreisen

Zu Punkt 1 gibt es nicht viel zu sagen. Das muss man mögen. Ich denke, für die Mehrzahl der Papageienhalter scheidet diese Option aus. Für andere wieder geht das in Ordnung. Ein Kollege von mir verbringt seinen Urlaub ohnehin am liebsten in „Bad MeinGarten“. Unsere langjährige Papagageienbetreuerin fährt seit Jahren nicht mehr weg, weil sie ihrer altersschwachen Hündin weder eine Reise noch eine Trennung zumuten möchte. Selbst wenn man sich entscheidet, den Papageien zuliebe keine Reisen zu unternehmen, so sollte man doch als verantwortlicher Halter zumindest eine Notfalllösung für unvermeidliche Abwesenheiten haben. Vor einem Unfall oder einem Krankenhausaufenthalt ist einfach niemand sicher.

Möglichkeit 2 – Die Papageien mit in den Urlaub nehmen

Die Papageien einfach mitzunehmen, dürfte auch nicht jedermanns Sache sein – und auch nicht jedem Vogel gefallen. Hierbei kommt es ganz auf den Urlaub und auch auf den Charakter der Vögel an. Wohin geht es und mit welchem Transportmittel? An dieser Stelle muss der Halter kritisch und ehrlich abschätzen, was er seinen Papageien zumuten kann. Zum Thema verreisen mit Papageien gibt es ein paar Erfahrungsberichte im Internet, besonders in Papageienforen. Wenn diese Option ernsthaft in Erwägung gezogen wird lohnt es sicher, sich dort etwas umzusehen.

Möglichkeit 3 – Urlaubsbetreuung der Papageien durch Dritte

Die Mehrzahl der Papageienbesitzer macht sich wohl eher Gedanken um eine geeignete Urlaubsbetreuung für ihre gefiederten Mitbewohner. Da gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, aus denen man die für die individuelle Situation passendste auswählen kann.

  • Zum einen stellt sich die Frage, wer die Vögel betreuen kann.
    Das Naheliegende sind natürlich immer Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde – ich denke da immer an die englische Redewendung „Familiy, Friends and Fools“.
  • Es kommen aber auch die verschiedensten „gewerblichen Tiersitter“ als Dienstleister in Frage. Die Palette reicht von Tierpensionen über professionelle Tiersitter bis zu Privatpersonen, die einen Nebenverdienst suchen. Teilweise nehmen auch Tierheime und Auffangstationen Pensionsgäste auf.
  • Schließlich kann man auch über Diskussionsforen und soziale Netzwerke andere Papageienhalter in der näheren Umgebung ausfindig machen und mit diesen eine Urlaubsbetreuung auf Gegenseitigkeit aufbauen.

Daneben gilt es zu überlegen, wo die Vögel bleiben sollen. Lässt es sich organisieren, dass die Papageien in ihrem angestammten zuhause bleiben oder ziehen sie für den Urlaub zu ihrem Betreuer?

All diese Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Es gibt da nicht die eindeutig richtige oder falsche Lösung, sondern immer nur die Lösung die zu dem einzelnen Vogel und seinem Halter am besten passt. Das muss möglicherweise auch ausprobiert werden. Wer weiß schon vorab, wie sich sein Vogel einer anderen Person gegenüber verhält oder auf eine andere Umgebung reagiert.

Hinweise zur Betreuung der Papageien durch Dritte

Ausprobieren muss man letztlich auch, wie der Betreuer mit der Situation zurechtkommt. Läuft alles so wie er (sie) es sich vorstellt? Findet er einen Zugang zu dem Tier? Kann er auch mit kritischen Situationen umgehen. Gerade bei den nicht professionellen Helfern aus dem persönlichen Umfeld können diese Punkte entscheidend sein.

Nach meiner Erfahrung ist es daher auch besser, nicht gleich mit der dreiwöchigen Überseereise zu beginnen, sondern besser erst mal mit einem Wochenendausflug. So können sich alle Beteiligten langsam an die Betreuungssituation gewöhnen und man kann besser einschätzen, ob man wirklich schon die richtige Lösung gefunden hat.

Daneben halte ich auch eine gute Einweisung des Betreuers für sehr wichtig. Auch hier gilt wieder: es wird dadurch für Vogel und Betreuer einfacher, angenehmer und stressfreier. Hier geht es nicht nur darum, was gefüttert werden soll, sondern auch um Themen wie Reinigung und Hygiene, Verhalten und Eigenarten des Vogels und das Verhalten in Notfällen. Wir haben unseren Betreuern außerdem jedes Mal ein Blatt mit den wichtigsten Fütterungs- und sonstigen Hinweisen hingelegt. Darauf waren auch Kontaktdaten für den Notfall vermerkt – von uns, unseren Eltern und unserem Tierarzt.

Für welche Betreuungssituation auch immer man sich entscheidet, es ist immer sinnvoll, von Beginn an auf eine dauerhafte Beziehung hinzuarbeiten. Zum einen ist es für die Papageien mit zusätzlichem Stress verbunden, bei jeder Urlaubsreise ihrer Besitzer an einem anderen Ort von einer anderen Person betreut zu werden. Zum anderen möchte man ja auch selbst nicht in jedem Jahr mehrfach mit der Suche und Auswahl beginnen.

Es ist also empfehlenswert, rechtzeitig vor dem Urlaub mit der Planung zu beginnen.

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