Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Warm!

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In den letzten Tagen war es hier im Rhein-Main-Gebiet wieder ziemlich schwül warm – zu warm für Mensch und Tier (auch zu warm um hier zu schreiben). Bei diesem Wetter zeigen sich die Nachteile unserer sonst sehr schönen Dachgeschosswohnung – sie heizt sich sehr auf. Das Papageienzimmer liegt nach Osten. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Das bedeutet aber, dass um diese Jahreszeit schon früh am Morgen die volle Sonne auf den beiden Dachfenstern liegt. Und da bleibt sie auch bis in den Nachmittag, weil das Dach einen relativ flachen Neigungswinkel hat. Da müssen wir uns behelfen, so gut es geht. Natürlich haben wir halbwegs lichtdichte Rollos. Für Licht gibt es ja noch die Tageslichtröhre. Über Nacht und morgens wird möglichst kräftig durchgelüftet. Richtig offen lassen kann man die Fenster ja bei frei fliegenden Papageien nicht und da würde vermutlich ohnehin nur heiße Luft hereinkommen. Wir klemmen aber ein ca. 15 cm breites Gitterbleck in das etwas geöffnete Fenster, damit die Luft wenigstens zirkulieren kann. Trotzdem sind es bei warmem Wetter spätestens ab Mittag über 30 Grad in dem Zimmer. Den Geiern sieht man dann förmlich an, dass ihnen das gar nicht gefällt. Meist sitzen sie nur ziemlich lethargisch mit abgestellten Flügeln da und dösen. Sie fressen an solchen Tagen auch weniger. Saftiges Obst wie Melone oder jetzt die Süßkirschen werden noch ganz gern genommen. Nicki scheint selbst zu träge zu sein, um selbst zum Wassernapf zu gehen. Umso toller findet sie es, wenn wir ihr etwas zu trinken anbieten.

Am Freitag war ich zu hause und konnte so auch tagsüber versuchen, den beiden etwas Erleichterung zu verschaffen. Ob ich wirklich etwas bewirkt habe, weiß ich nicht, aber ich habe es versucht. Da sie vor dem Ventilator Angst haben, habe ich eine Schüssel mit Eiswasser ins Papageienzimmer gestellt und ausßerdem nasse Handtücher aufgehängt. Dazu habe ich die Zeitungen am Boden mit der Sprühflasche naßgesprüht – in der vagen Hoffnung, dass die Verdunstung etwas Wärme aufnimmt. Na ja, vielleicht konnte ich den finalen Temperaturanstieg um eine Stunde hinauszögern.

Ein weiterer Nachteil des warmen Wetters ist, dass man gerade in den Morgen- und Abendstunden viele Fenster aufhat und daher höllisch aufpassen muss, dass sich kein Papagei versehentlich auf den ganz großen Freiflug begibt. Das wäre wirklich der Horror. Also laufe ich bevor ich auch nur die Tür zum Papageienzimmer öffne durch die ganze Wohnung und kontrolliere ob alle Fenster zu sind. Dazu gibt es noch eine Warnung an alle im Haushalt Anwesenden – Achtung, ich lasse jetzt die Geier raus – bloß nichts aufmachen!

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