Papageienblog

Praxiserprobte Tipps und Erfahrungen für Papageienhalter und solche die es werden wollen

Wie wir auf den Papagei kamen

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Die Tage mit Eddie vergehen momentan recht ereignislos. Das gibt mir die Gelegenheit, hier unsere Vorgeschichte zu erzählen. Unsere ersten Schritte zur Papageienhaltung liegen nun schon etwas zurück und einen kleinen Umweg haben wir auch gemacht. So sind wir „auf den Papagei gekommen“:

So richtig vorgeprägt waren wir beide nicht. Ich hatte als Kind mal ein Meerschweinchen, aber nie Vögel. Die Eltern meines Mannes hielten über lange Jahre einen Wellensittich.

Es war im Sommer 2003, mein heutiger Mann und ich waren das erste Mal gemeinsam im Urlaub. Wir wollten „dahin wo es warm ist“ und landeten auf Lanzarote. Dort leisteten wir uns einen unglaublichen Luxus, wir liehen uns ein Cabriolet aus und fuhren damit kreuz und quer über die Insel.

Bei einer unserer Touren fanden wir durch Zufall einen Papageienpark (Ich wollte dorthin jetzt gern einen Link setzen, aber der Park scheint keine Webseite zu haben. Es ist der Guinate Tropical Park). Wir schauten uns den Park an und waren recht begeistert von den vielen Papageien und Sittichen. Dort besuchten wir auch die obligatorische Papageienshow. Heute halte ich von solchen Shows nicht mehr viel, doch damals waren wir total fasziniert.

Wie das bei solchen Veranstaltungen so ist, kam vor der Show eine Frau mit zwei Papageien herum und fotografierte jeden Gast mit den Vögeln. Das war der Auslöser. Es handelte sich um einen Gelbhaubenkakadu, dessen Namen ich vergessen habe, und um einen wunderschönen Gelbbrustara namens Marco. Der ist Schuld an allem! In diesen zahmen Ara haben wir uns verliebt und er ließ uns nicht wieder los. Wir hatten zwar überhaupt keine Ahnung von Papageienhaltung, aber so einen wollten wir auch.

Von nun an war ein (!) Papagei fester Bestandteil unserer Zukunftspläne. Zum Glück waren wir vernünftig genug, uns nicht gleich einen Großpapageien anzuschaffen. Doch ich hatte kurz nach diesem Urlaub Geburtstag und bekam von meinem Freund einen Wellensittich samt Bauer geschenkt. Er war grün und wurde natürlich Marco genannt.

Die ersten Monate lebte Marco allein bei uns. Wir wussten zwar irgendwie diffus, dass Papageien und Sittiche gern Gesellschaft haben, aber so ernst nahmen wir das nicht. Ich war zu dieser Zeit noch zu Hause und schrieb meine Diplomarbeit. Nebenher konnte ich mich viel mit dem kleinen Kerlchen beschäftigen und er wurde bald zahm.

Doch drei Monate später begann ich zu arbeiten und plötzlich war Marco den ganzen Tag über allein zu Hause. Es war nicht zu übersehen, wie sehr der Kleine gelitten hat. Wir haben uns das drei Wochen lang mit angesehen, und dann zog Jacki bei uns ein, eine gelbe Wellensittichhenne.

Marco war sofort Feuer und Flamme. Für ihn gab es nur noch die Henne; wir waren abgemeldet. Da wir durch die Arbeit auch nicht mehr so viel Zeit hatten uns mit den Vögeln zu beschäftigen, wurden die beiden nie wirklich zahm. Sie haben uns in der Nähe akzeptiert und wir durften in ihrem Bauer hantieren, aber auf die Hand kommen wollten beide nicht. Auch wenn wir das damals ein klein wenig schade fanden, haben wir die Entscheidung einen Partnervogel dazuzuholen nie bereut.

Für den Augenblick waren wir mit unserem Mini-Wellensittichschwarm vollkommen zufrieden. Uns war klar, dass unsere damaligen Wohnverhältnisse mehr oder größere Papageien einfach nicht zuließen. Doch der Traum vom Papageien blieb und nach ein paar Jahren haben wir ihn uns auch erfüllt. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

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